Usability

Der Mensch ist das Maß aller Dinge. Trotz seiner guten Anpassungsfähigkeiten ist anzustreben, dass sich Technik so präsentiert, dass sie möglichst unaufwändig genutzt werden kann. Die Regeln zur Gebrauchstauglichkeit („Usability“) sind universell. Nur die konkrete Regel unterscheidet sich von Medium zu Medium.

Die Erkenntnis, dass das Kurzzeitgedächtnis nur sieben plus/minus zwei Informationen speichern kann, ist für Software-Entwickler ebenso wichtig wie für Textautoren. Im einen Fall bedeutet sie, dass die präsentierte Informationsmenge sinnvoll zu begrenzen ist, im anderen, dass nach vielen Seiten Lesestoff relevante Informationen noch einmal direkt oder indirekt aufgegriffen werden müssen.

Auch die Gesetzmäßigkeiten zur menschlichen Tätigkeit spielen in den Bereich Usability hinein. Dieser große Bereich ist als „Ergonomie“ (griech. ergon = Arbeit, nomos = Regel, Gesetz) bekannt und bezieht sich allgemein auf die Arbeitssituation, die möglichst menschenfreundlich sein sollte. Dazu gehören die Gestaltung des Arbeitsplatzes, die Organisation der Arbeitsabläufe, das Fehlermanagement, die Kommunikation und der Arbeitsschutz.

Oft wird Ergonomie weniger allgemein als jeweilige Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine verstanden und bezieht sich konkret auf ein bestimmtes Gerät oder eine Software. Im Sprachgebrauch sind die Grenzen zwischen Ergonomie und Usability fließend. Wenn unterschieden wird, dann gilt Usability als Unterbereich der Ergonomie und bezeichnet zumeist „Anwender- oder Benutzerfreundlichkeit“ eines bestimmten technischen Geräts oder einer bestimmten Software.