Design:
Form und Funktion in Balance

Es scheint leicht, viele Buchstaben auf Papier zu bringen und einige Bilder dazwischen zu mischen. Die Demokratisierung der Technik hat aus jedem Interessierten einen Gestalter werden lassen. Doch echte Gestaltung bedeutet auch zu wissen, warum man etwas tut. Das Argument „Das sieht so besser aus“ genügt dann nicht mehr.

Gestaltung folgt Regeln, Konventionen, Traditionen – und bricht gelegentlich bewusst mit diesen. Gestaltung läuft stets Gefahr, entweder zum Selbstzweck oder zum „Infotainment“ zu verkommen. Gestaltung gibt Inhalten eine angemessene Form – dazu ist es notwendig, sich über seine Inhalte klar zu werden, sonst nützt die beste Gestaltung nichts.

Da die Gestaltung bzw. das Design den Inhalten eine Form gibt, gelten auch hier die vier Seiten der Kommunikation. Demnach enthält jede Botschaft Aussagen über:

  • Sachebene: die eigentliche Aussage, Nachricht, Information
  • Beziehungsebene: Verhältnis zwischen Sender und Empfänger
  • Selbstoffenbarung: Selbstbild, Selbstwahrnehmung des Senders
  • Appell: direkte oder indirekte Aufforderung

Idealerweise erreicht das Design:

  • korrekte Informationsvermittlung
  • angenehmes Verhältnis zwischen Sender und Empfänger
  • der Sender steht in einem guten Licht
  • der Empfänger vollführt die gewünschte Aktion

Erfolgreiches Design benötigt neben würdigen Inhalten daher ebenfalls das Wissen, wer man selbst und wer das Gegenüber ist.

Design-Beispiele (Auswahl)